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Bewusstsein & Befinden

Ein nachhaltiger Lebensstil und seine Auswirkungen auf das Wohlbefinden

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Einfach gesagt bedeutet ein nachhaltiger Lebensstil, die Auswirkungen unseres Handelns auf die Umwelt zu beachten und möglichst gering zu halten.

Der Zusammenhang von Umwelt und einem nachhaltigen Lebensstil liegt also auf der Hand, aber ein nachhaltiger Lebensstil kann auch zu einer besseren psychischen und physiologischen Gesundheit beitragen.

Ein nachhaltiger Lebensstil steht in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit und dem Wohlergehen. Hier einige Beispiel dafür, wie ein nachhaltigerer Lebensstil das Wohlbefinden fördern kann:

Physisches Wohlbefinden

Nachhaltige Verhaltensweisen können nicht nur für die Umwelt von Vorteil sein, sondern auch für unsere eigene physische Gesundheit. Wenn Sie beispielsweise das Auto in der Garage lassen und zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, verringern Sie nicht nur die Schadstoffbelastung in der Luft, sondern verbessern auch Ihre Fitness. Mit anderen Worten: Sie reduzieren Ihre CO2-Bilanz und fördern Ihre physische Gesundheit.

Natürlich ist der Verzicht auf das Auto nicht immer möglich. Vielleicht ist die Strecke zu lang, oder Sie können aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht laufen oder mit dem Rad fahren. Selbst dann gibt es jedoch andere Wege, auf denen Sie Ihre CO2-Bilanz verringern und dabei Ihr eigenes physisches Wohlbefinden verbessern können. Sie könnten beispielsweise Ihre Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Pflanzliche Lebensmittel haben eine weitaus geringere CO2-Bilanz als tierische Lebensmittel. Wenn Sie also im Rahmen einer weitgehend vegetarischen Ernährung vorwiegend nährstoffreiches Obst und Gemüse essen, helfen Sie damit nicht nur der Umwelt, sondern führen dem Körper auch wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Proteine zu.

Soziales Wohlbefinden

Die Umstellung auf einen nachhaltigen Lebensstil erfordert auch soziale Interaktion. Das reicht vom Austausch von Informationen und Ideen im Familien- und Freundeskreis bis zur freiwilligen Arbeit und dem Knüpfen von Kontakten im lokalen Umfeld. Dabei lernen Sie gleichgesinnte Menschen kennen, die Ihre Ziele und Interessen teilen, und erweitern so ganz nebenbei Ihren sozialen Kreis und Ihr unterstützendes Netzwerk.

Geistiges Wohlbefinden

Wir erleben fast alle gelegentlich Stress, und Untersuchungen zufolge ist Kontakt mit der Natur besonders hilfreich beim Umgang mit Stress.1 Indem wir durch einen nachhaltigen Lebensstil zum Erhalt unserer Umwelt beitragen, sorgen wir dafür, dass uns diese natürliche Umgebung zur Verfügung steht. Sie könnten eine Radtour aufs Land unternehmen oder einen Waldspaziergang machen. Oder nehmen Sie ein Picknick mit und genießen Sie den warmen Sommerwind im Grünen. Wie wäre es mit einem Campingurlaub? Dabei erleben Sie die Natur von Ihrer schönsten Seite – ohne Geräte, Hotels, Fernseher oder Autos.

Umfeld und Wohlbefinden

Konzentrieren Sie sich achtsam auf Ihr physisches Umfeld. Das reicht von Ihrem Arbeitsplatz oder Heim oder der Schule bis hin zum weiteren Umfeld. Überlegen Sie, wie Ihr Umfeld Ihre physische und psychische Gesundheit beeinflusst. Hat sich Rummel angesammelt, der nur Staub fängt und Sie belastet? Aus der Forschung wissen wir, dass Rummel zu Stress, Ängsten und Sorgen führen kann.2 Das Entrümpeln kann daher die geistige Gesundheit verbessern. Wenn Menschen sich für einen nachhaltigeren Lebensstil entscheiden, bedeutet das häufig auch einen eher minimalistischen Lebensstil. Wer nur kauft, was er wirklich braucht, belastet sich und sein Umfeld nicht mit unnötigem Rummel und erlebt somit weniger Stress.

Intellektuelles Wohlbefinden

Im Hinblick auf einem nachhaltigen Lebensstil ist Unwissen kein Segen. Wenn wir uns über die Auswirkungen unseres Handelns informieren, können wir gezielter einen nachhaltigeren Lebensstil verfolgen. Investieren Sie daher Zeit und Aufmerksamkeit in die Lektüre von Artikeln über Nachhaltigkeit, denn damit fördern Sie Ihr intellektuelles Wohlbefinden. Sie lernen, auf persönlicher und kommunaler Ebene fundierte Entscheidungen zu treffen und Veränderungen zum Vorteil Ihrer Umwelt vorzunehmen. Es gibt ganz einfache Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben. Wir müssen nur wissen, wie wir sie wahrnehmen – angefangen beim Recyclinghof.

Finanzielles Wohlbefinden

Geldsorgen zählen zu den größten Stressfaktoren. Zum Glück können Sie durch viele nachhaltige Verhaltensweisen bare Münze sparen. Durch einfache Maßnahmen wie das Reparieren eines tropfenden Wasserhahns oder das Anbringen von Dichtungsstreifen an zugigen Türen senken Sie Ihre Wasser- und Heizungskosten.

Ein wesentlicher Aspekt eines nachhaltigen Lebensstils ist der Verzicht auf unnötige Neukäufe. Ein gutes Beispiel ist Kleidung: Wenn Sie ein neues Outfit brauchen, könnten Sie sich im Second-Hand-Shop umsehen oder Kleidung mit Freunden tauschen, anstatt es neu zu kaufen. Eine weitere Maßnahme mit großer Wirkung besteht darin, weniger Plastikmüll zu erzeugen. Wenn Sie beispielsweise konsequent eine Trinkflasche verwenden, brauchen Sie kein Einwegplastik zu kaufen. Damit sparen Sie nicht nur Plastikmüll, sondern auch Geld.

Sie können den nachhaltigen Lebensstil so umfassend gestalten, wie Sie möchten. Selbst wenn Sie nicht den Eindruck haben, dass Ihre persönlichen Entscheidungen große Auswirkungen haben: Wenn jeder auch nur eine kleine Veränderung umsetzt, ist die Gesamtwirkung enorm.

  1. https://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev-environ-012312-110838 []
  2. https://www1.racgp.org.au/newsgp/clinical/what-does-clutter-do-to-your-brain-and-body []